SAP Sales and Service Cloud v2 ist Teil der SAP Customer Experience (CX) Suite und wurde 2023 veröffentlicht. Die neue Version hilft Unternehmen, Kundenbeziehungen zu managen, den Umsatz zu steigern und erstklassigen Service zu bieten. Im Gegensatz zu älteren CRM-Plattformen nutzt SAPs Lösung moderne Technologien wie Microservices und eine cloud-native Architektur, wodurch sie besonders schnell, flexibel und skalierbar ist. Salesforce, ein führender CRM-Anbieter, setzt hingegen seit fast 20 Jahren auf seinen ursprünglichen Technologiestack ohne grundlegendes Reengineering. Ist SAP Sales and Service Cloud Version 2 der Game-Changer auf dem Markt? Wir stellen die harten Fakten zu SAPs Lösung vor und vergleichen sie kurz mit Salesforce.
SAP Sales und Service Cloud: Cloud-nativ und Microservices-gesteuert
Schnelle und flexible Architektur
SAP Sales and Service Cloud zerlegt das System in unabhängige Microservices. Jeder dieser Dienste kann separat entwickelt, aktualisiert und skaliert werden, was Performance und Zuverlässigkeit steigert. Auf diese Weise kann SAP Updates zügig ausrollen, und Unternehmen erhalten neue Funktionen ohne lange Wartezeiten.
Durch das Microservices-Design lässt sich das System bei steigendem Wachstum bequem erweitern, ohne dass die Performance leidet.
Cloud-native Auslegung
Die Lösung SAP Sales and Service Cloud v2 ist von Grund auf für die Cloud gebaut und nutzt die SAP Business Technology Platform (BTP) für die nahtlose Integration mit anderen Cloud-Diensten und Drittanbieter-Anwendungen. Eine cloud-native Architektur ermöglicht höhere Agilität, niedrigere Kosten und schnellere Bereitstellung im Vergleich zu klassischen On-Premises-Systemen.
Zudem unterstützt SAP Multi-Cloud-Szenarien. Unternehmen können so den Cloud-Anbieter wählen, der am besten zu ihren Anforderungen passt. Anstatt an einen einzigen Provider gebunden zu sein.
SAP Sales und Service Cloud: Für die Zukunft gerüstet
Im direkten Vergleich mit Salesforce wird deutlich, dass SAP sein System von Grund auf mit modernen Technologien entwickelt hat. Microservices, cloud-native Infrastruktur und kontinuierliche Deployments machen die Plattform schneller, skalierbarer und anpassungsfähiger. Damit erhalten Unternehmen die Flexibilität, die sie in einem schnelllebigen Markt benötigen.
Nahtlose Integration
SAP Sales and Service Cloud bietet umfassende APIs und Microservices für die Verbindung mit SAP-Systemen und Drittanbieter-Software. So fließen Daten reibungslos durch alle Geschäftsprozesse. Salesforce ermöglicht zwar ebenfalls Integrationen, erfordert dafür aber häufig komplexe Eigenentwicklungen oder zusätzliche Tools, was die Implementierung verzögern kann.
Performance und Skalierbarkeit
Dank Microservices skaliert SAP Sales and Service Cloud dynamisch mit dem Wachstum von Unternehmen. Neue Märkte oder Services lassen sich ohne Performance-Einbußen einführen. Salesforce hingegen nutzt nach wie vor in vielen Bereichen ältere Technologien, die bei steigenden Anforderungen zu Engpässen führen können.
Die Architektur: Ein Cloud-Native-Stack
Im Architekturdiagramm zu SAP Sales and Service Cloud findet sich rechts die Einbettung in angrenzende Lösungen wie SAP AI Core, SAP Analytics Cloud, SAP Integration Suite und weitere Dienste. Alle diese Komponenten laufen auf der SAP BTP, die als Fundament dient. Für Sales and Service Cloud sind Microservices für Accounts, Opportunities, Pipelines und mehr dargestellt, die auf einem Event-Streaming-Framework wie Kafka basieren. Kafka ermöglicht den Datenaustausch mit geringer Latenz (bis zu 2 ms) und hoher Verfügbarkeit durch verteilte Cluster, wodurch die Lösung besonders skalierbar wird.

Einige Worte zu Salesforce
Salesforce ist seit 1999 im CRM-Markt und setzt auf Cloud-basierte Kundenverwaltung. Sein Kernsystem basiert jedoch weiterhin auf einer monolithischen Architektur aus den Anfängen, die im Laufe der Zeit Stück für Stück erweitert wurde. Zwar hat Salesforce in Teilen bereits Microservices eingeführt und plant Event-Driven-Architekturen, serverlose Komponenten und KI-Funktionen, doch die grundlegende Plattformstruktur blieb weitgehend unverändert.
Dadurch ergibt sich bei großen, stark angepassten Instanzen manchmal eine Herausforderung in puncto Stabilität, Performance und Skalierbarkeit. Ein Beispiel dafür war der Ausfall im November 2024. Und auch sonst gibt es immer wieder Stimmen im Internet, die ein weniger positiven Bild skizzieren über Salesforce und deren Architektur skizzieren. Zwar gab es auch bei SAP C4C vereinzelt Störungen, doch die neue Sales and Service Cloud läuft bislang stabil.
Fazit
Die cloud-native und Microservices-orientierte Architektur von SAP Sales and Service Cloud v2 bietet Unternehmen deutliche Vorteile in puncto Geschwindigkeit, Flexibilität und Skalierbarkeit. Im Vergleich zur Salesforce Sales and Service Cloud, das nach wie vor auf einen langjährig gewachsenen Monolithen setzt, punktet SAP mit einem von Grund auf modernen Design. Die SAP BTP garantiert, dass Lösungen mitwachsen und sich schnell an neue Anforderungen anpassen lassen. In Zeiten, in denen CRM-Systeme immer agiler und skalierbarer werden müssen, verschafft SAP Sales and Service Cloud Unternehmen einen klaren technologischen Vorsprung.

